Wissen Sie, woher die Schokoladenmousse stammt? Begeben wir uns auf eine kleine Zeitreise und entdecken wir ihre faszinierende Geschichte.
Vom Königshof auf unsere Teller
Unsere Reise führt uns ins 18. Jahrhundert an den Hof von König Ludwig XVI., wo die Perücken fast ebenso spektakulär waren wie die Festbankette. Dort beschloss Charles Fazi, der aus der Schweiz stammende Hofkoch des Königs, sich als kulinarischer Alchemist zu versuchen. Inspiriert vom feinen Schaum auf einer Tasse heißer Schokolade kreierte er ein Schokoladendessert, das so luftig war, als würde es der Schwerkraft trotzen. Das war im Jahr 1755. Erst einige Jahre später erhielt diese Kreation ihren Namen, als der Kochbuchautor Joseph Menon sie erstmals als „Mousse au chocolat“ beschrieb.
Im Jahr 1820 veröffentlichte André Viard in seinem Buch Le Cuisinier Royal ein Rezept für Schokoladenmousse aus Schokolade, Eigelb, Sahne und Zucker. Durch diese Veröffentlichung wurde die Schokoladenmousse populär und konnte nun auch zu Hause zubereitet werden.
Eine kreative Weiterentwicklung
Die Geschichte geht weiter. Im 19. Jahrhundert soll der Maler Henri de Toulouse-Lautrec, bekannt als echter Feinschmecker, der ursprünglichen Schokoladenmousse seine ganz persönliche Note verliehen haben. Er bereitete sie mit Kakao, Zucker, Butter und vor allem steif geschlagenem Eiweiß zu. Damit verlieh er dem Dessert seine unverwechselbar luftige Konsistenz.
Bis heute zählt die Schokoladenmousse zu den großen Klassikern der französischen Patisserie und wird immer wieder neu interpretiert. Bei Leonidas lieben wir es, Traditionen kreativ neu zu denken. Deshalb freuen wir uns, Ihnen ein veganes Rezept für Schokoladenmousse vorzustellen, das ebenso leicht wie köstlich ist. Was könnte man sich mehr wünschen? Ach ja… das Rezept natürlich!
Das einfache Rezept für vegane Schokoladenmousse von Leonidas
Zutaten für etwa 4 Personen
Für dieses besonders einfache Rezept benötigen Sie nur zwei Zutaten:
- 100 g Leonidas vegane Zartbitterschokolade
- 100 g Aquafaba
Zubereitung
Dieses Rezept mit nur zwei Zutaten gelingt ganz einfach – wenn Sie einige grundlegende Hinweise beachten.
- Stellen Sie die Dessertgläser oder Schälchen bereit, damit sie sofort griffbereit sind.
- Hacken Sie die Schokolade grob und schmelzen Sie sie vorsichtig im Wasserbad oder in der Mikrowelle. Lassen Sie sie anschließend auf Raumtemperatur abkühlen.
Wichtig! Die geschmolzene Schokolade muss vollkommen glatt und flüssig sein. Wird sie körnig, wurde sie wahrscheinlich zu stark erhitzt. - Schlagen Sie das Aquafaba mit einer Küchenmaschine oder einem elektrischen Handrührgerät steif. Schlagen Sie es etwa zehn Minuten auf höchster Stufe, bis die Masse schön weiß, luftig und standfest ist und der Schneebesen deutliche Spuren hinterlässt.
Wichtig! Verwenden Sie Aquafaba immer bei Raumtemperatur. - Vermengen Sie die abgekühlte Schokolade mit dem steif geschlagenen Aquafaba – ganz nach Ihrer bevorzugten Methode: Entweder geben Sie die Schokolade nach und nach zum Aquafaba oder Sie heben den Schaum vorsichtig unter die Schokolade. Verwenden Sie dabei einen Teigschaber und arbeiten Sie behutsam, damit die luftige Konsistenz erhalten bleibt.
- Füllen Sie die Mousse sofort in die Dessertgläser, bevor sie fest zu werden beginnt, und streichen Sie die Oberfläche glatt.
- Stellen Sie die Mousse für mehrere Stunden in den Kühlschrank (zwischen zwei und fünf Stunden oder auch über Nacht). Je länger sie kühlt, desto fester wird ihre Konsistenz.
- Nun heißt es: Geduld haben!

Verleihen Sie Ihrer veganen Schokoladenmousse eine persönliche Note
Optionale Zutaten – ganz nach Ihrem Geschmack
Wir sind sicher, dass Sie Ihre vegane Schokoladenmousse gerne individuell verfeinern möchten. Wählen Sie einfach die Zutaten, die Ihnen am besten gefallen:
- Eine Prise Salz, um das Kakaoaroma zu intensivieren (unter die abgekühlte geschmolzene Schokolade mischen).
- Etwas Zucker für zusätzliche Süße (unter das steif geschlagene Aquafaba rühren).
- Eine Prise Ihres Lieblingsgewürzes, um den Geschmack zu verfeinern: Zimt, Kardamom oder sogar eine Spur Piment d’Espelette, wenn Sie raffinierte Desserts mit leichter Schärfe mögen (unter die abgekühlte geschmolzene Schokolade mischen).
Serviervorschlag
Füllen Sie die Schokoladenmousse direkt nach der Zubereitung in schöne Dessertgläser, Vintage-Gläser oder kleine Einmachgläser für einen modernen, natürlichen Look. Seien Sie kreativ – der optische Effekt ist garantiert!
Kurz vor dem Servieren können Sie Ihr Dessert mit einer dekorativen Garnitur verfeinern, die für zusätzlichen Geschmack und eine besondere Textur sorgt. Hier sind unsere Lieblings-Toppings:
- Kandierte Orangenschalen für ein köstliches Orangetten-Aroma, das Feinschmecker begeistert.
- Pflanzliche Schlagsahne, zum Beispiel auf Kokosbasis, für ein besonders cremiges Dessert, das Groß und Klein begeistert.
- Geröstete Nussstücke für einen angenehmen Crunch. Besonders Haselnüsse verwandeln die Mousse in ein unwiderstehliches Schokoladen-Haselnuss-Dessert.
Ob pur oder ganz nach Ihrem Geschmack verfeinert – diese Schokoladenmousse ohne Eier und Sahne überzeugt mit ihrem intensiven Schokoladengeschmack und ihrer wunderbar luftigen, zart schmelzenden Konsistenz. Ihre Gäste werden garantiert beeindruckt sein!
Was ist Aquafaba?
Aquafaba wird meist als „Kichererbsenwasser“ bezeichnet. Genauer gesagt handelt es sich um die Kochflüssigkeit von Kichererbsen oder anderen Hülsenfrüchten (aqua = Wasser, faba = Bohne), wie weißen oder roten Bohnen, Linsen oder Ackerbohnen.
In der pflanzlichen Küche wird vor allem Aquafaba aus Kichererbsen verwendet, da sein dezenter Geschmack leicht an Ei erinnert. Dadurch eignet es sich hervorragend sowohl für süße als auch für herzhafte Rezepte.
Warum wird Aquafaba so häufig in der veganen Küche verwendet?
Aquafaba ist reich an Proteinen, insbesondere an Albuminen. Dadurch kann es Eier in zahlreichen Rezepten ersetzen – ideal für Menschen, die sich vegan ernähren oder an einer Ei-Allergie leiden.
Wo bekommt man Aquafaba?
Sie können einfach die Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen verwenden und die Kichererbsen anschließend für ein anderes Rezept nutzen – beispielsweise für einen Salat oder selbstgemachten Hummus. Aquafaba ist außerdem in Flaschen in Fachgeschäften und online erhältlich. Beide Varianten sind gebrauchsfertig und enthalten die ideale Proteinmenge für eine perfekt luftige Schokoladenmousse – was beim Kochen getrockneter Kichererbsen nicht immer der Fall ist.
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